„In Bewegung bleiben…“

Übergabe der Ergebnisse des BewegungsCHECK MV an die Bildungsministerin Frau Simone Oldenburg gemeinsam mit Ulrich Pudschun, Abteilungsleiter Sport & Sportentwicklung des Landessportbund M-V und Martin Schlegel, wissenschaftlicher Betreuer des Projekts vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Rostock.

Unter dem Motto „In Bewegung bleiben…“ lud das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern am 9. September 2026 zu einem ersten landesweiten Praxisfachtag ins PhanTECHNIKUM nach Wismar ein. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Lehrkräfte, weiteres pädagogisches Personal sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Verbänden – kamen zusammen, um sich über erfolgreiche Ansätze zur Weiterentwicklung der Schule als Lern- und Lebensort auszutauschen.

Im Zentrum der Veranstaltung standen für uns als Institut für Sportwissenschaft der Universität Rostock – vertreten durch Martin Schlegel gemeinsam mit dem Landessportbund M-V – die aktuellen Ergebnisse und Analysen aus dem Projekt „BewegungsCHECK MV“ zur motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern der Jahrgangsstufe 3 aus den Schuljahren 2025/26. Diese Gelegenheit nutzten wir, um die neuesten Ergebnisse direkt an Bildungsministerin Simone Oldenburg zu übergeben und mit der Bitte zu verknüpfen, dem Thema „Bewegung und Sport“ im Rahmen des bildungspolitischen Diskurses mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Nach einem offen gestalteten Meet & Greet mit Grußworten der Ministerin startete ein intensiver Fachaustausch im World-Café-Format, aufgeteilt in vier Workshoprunden. Hier wurde der Mehrwert körperlicher Aktivität unter dem Leitgedanken „Besser lernen durch Bewegung“ informativ und anschaulich verdeutlicht.

In Fachgesprächen wurde ein kritischer Blick auf den aktuellen, besorgniserregenden Ist-Zustand geworfen: Neben mangelnder täglicher körperlicher Aktivität prägen erhöhter Medienkonsum, langes Sitzen sowie Übergewicht und Adipositas den Alltag vieler Kinder. Demgegenüber stehen jedoch die wissenschaftlich belegten, positiven Effekte von Bewegung auf die körperliche und mentale Gesundheit sowie auf die schulischen Leistungen. Ziel der Diskussionen war es, die Überzeugung zu stärken, dass Bewegung kein bloßer Ausgleich, sondern ein essenzieller Teil des Lernens ist. Die Integration von körperlicher Aktivität muss daher, als maßgeblicher Bestandteil des Schulalltags verankert werden, um die kindliche Entwicklung nachhaltig zu fördern.

In anschließenden lebhaften Gesprächsrunden tauschten sich die Anwesenden über bereits praktizierte Umsetzungsmöglichkeiten im Schulalltag aus, wobei auch bestehende Herausforderungen und Probleme offen benannt wurden. Diese wertvollen Rückmeldungen aus der Praxis nehmen wir gerne mit, um gemeinsam praxisnahe Lösungsansätze und Unterstützungshilfen zu erarbeiten.

Diese Veranstaltung setzte ein weiteres Signal für mehr Bewegung im Schulalltag, das zeigt: Wer die Lern- und Lebenswelt von Kindern zukunftsgestaltend verbessern will, muss bei ihren körperlichen Aktivitäten ansetzen. 


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